Sozialverband VdK Deutschland e. V.|15.12.2020

PRESSEMITTEILUNG

Abgabe von kostenlosen FFP-2-Masken beginnt

Berlin (kkdp)·Ältere und Risikogruppen brauchen besonderen Schutz

Die Apotheken wollen am Dienstag, den 15.12.2020 mit der Verteilung kostenloser FFP-2-Masken an über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen beginnen. Rund 27 Millionen Menschen sollen davon profitieren. Es ist vorgesehen, dass Betroffene im Dezember drei Masken kostenlos erhalten, ab Januar sind dann weitere zwölf Masken gegen eine Schutzgebühr von insgesamt vier Euro erhältlich. Der Sozialverband VdK begrüßt diesen Schritt der Bundesregierung. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu:

"Es ist richtig und wichtig, dass wir Menschen, die besonders gefährdet sind, schützen. Von kostengünstigen Masken profitieren Risikogruppen mit geringen Einkommen, wie etwa Frauen mit kleinen Renten oder auch Erwerbsminderungsrentner. Allerdings nur, wenn die Betroffenen die Masken wieder verwenden können. 15 Einmalmasken sind in zwei Wochen aufgebraucht. Das ist dann nur ein Tropfen auf den heißen Stein."

Dem VdK ist klar, dass die Verteilung der FFP-2-Masken eine Herkules-Aufgabe ist. Doch klare Regelungen, wer die Masken bekommen soll, sind notwendig. Bentele weiter:

"Die ersten drei Masken soll es gegen Personalausweis und Eigenauskunft geben. Wie diese Eigenauskunft aussehen soll, ist unklar. Wir brauchen aber einheitliche und klare Regelungen, nach denen die Apotheker vorgehen können. Nur so können wir dafür sorgen, dass die Menschen die FFP-2-Masken erhalten, die sie wirklich brauchen."

Für den VdK ist auch die Frage nach der Finanzierung nicht gerecht beantwortet. Die Verordnung sieht vor, dass Betroffene die FFP-2-Masken bekommen können, egal ob sie privat oder gesetzlich krankenversichert sind. Die Mittel dafür werden vom Gesundheitsfonds der gesetzlichen Krankenkassen vorgeschossen und später aus Bundesmitteln erstattet. Eine anteilige Finanzierung durch die private Krankenversicherung ist bisher nicht vorgesehen. Für den VdK ist klar: Dies darf nicht zu einer Erhöhung der Krankenkassenbeiträge führen. Zumindest ist die private Krankenversicherung zu beteiligen.

Pressekontakt:

Telefon: 030 / 92 10 580-400
presse@vdk.de


GKV-Newsletter
GKV-Newsletter - "einfach" informiert bleiben

Der kostenfreie Infoservice zur GKV und Gesundheitspolitik