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Mittwoch, 28.10.2020

Mitteilung

hkk Krankenkasse|08.09.2020

PRESSEMITTEILUNG

hkk-Datenanalyse: Bremer ab 60 Jahre zu selten gegen Grippe geimpft

Bremen·Auch Ärzte, Kranken- und Altenpflegepersonal unzureichend geschützt.

Nur 39 % aller bei der hkk Versicherten ab dem 60. Lebensjahr im Land Bremen waren in der Grippesaison 2019/2020 gegen Grippe geimpft. Bundesweit waren es unter den hkk-Versicherten sogar nur 35 %. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Datenanalyse der hkk Krankenkasse von rund 118.000 Versicherten.
Influenza-Impfquote in Deutschland zu niedrig

Ziel der Europäischen Union (EU) ist eine Influenza-Impfquote von mindestens

75 % unter EU-Bürgern ab 60 Jahren. Dieses Ziel ist auch im Nationalen Impfplan für Deutschland vorgesehen. Doch diese Vorgaben werden nicht erreicht. "Es bedarf dringend mehr Aufklärung, um die Impfbereitschaft zu steigern. Die Erhöhung des Schutzes ist insbesondere im Hinblick auf das Parallelrisiko Corona-Virusinfektion unbedingt anzuraten", sagt Dr. Cornelius Erbe, Bereichsleiter Versorgungsmanagement der hkk Krankenkasse.

Wer sollte sich wann impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt nicht nur älteren Menschen, sich impfen zu lassen, sondern auch Schwangeren, chronisch Kranken, Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinischem und pflegerischem Personal. Dr. Cornelius Erbe: "Die Impfung ist alternativlos für einen effektiven Schutz vor einer Influenza-Erkrankung." Die beste Zeit für die saisonale Grippeimpfung sind die Monate Oktober und November. Aber selbst wenn die Grippewelle bereits rollt, kann es sinnvoll sein, eine versäumte Impfung nachzuholen. Nach etwa 10 bis 14 Tagen ist der Impfschutz vollständig aufgebaut.

Auch Ärzte, Kranken- und Altenpflege zu selten geimpft

Insgesamt ließen sich laut Datenanalyse bundesweit nur 11 % der hkk-versicherten Ärzte und 8 bzw. 9 % der Kranken- und Altenpfleger impfen. "Die geringen Impfquoten geben Hinweise darauf, dass die Wichtigkeit der Influenza-Impfung beim medizinischen Personal noch nicht unbedingt wahrgenommen wird", so Dr. Cornelius Erbe.

Betriebsärzte impfen - Krankenkassen zahlen

Die Kosten für die Influenza-Impfung für Angehörige von Risikogruppen werden vom Arzt direkt mit den Krankenkassen abgerechnet. Die hkk erstattet aber auch allen anderen Versicherten zwischen dem 1. und dem vollendeten 60. Lebensjahr die Kosten für eine Influenza-Impfung zu 100 % als Satzungsleistung. hkk-Versicherte können zudem alle gängigen Schutzimpfungen für Erwachsene bei Betriebsärzten erhalten, die eine Teilnahmevereinbarung mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) haben. So können Unternehmen und Betriebsärzte dazu beitragen, ein Zusammentreffen der Grippewelle mit einer möglichen zweiten Covid-19-Welle abzumildern.

Pressekontakt:

Holm Ay, Pressesprecher
Tel.: 0421 3655-1000
E-Mail: presse@hkk.de


 

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