Verband der Ersatzkassen e. V.|16.03.2026
PRESSEMITTEILUNG
vdek: Keinen Schutzzaun um die Pharmaindustrie errichten - Arzneimittelversorgung muss finanzierbar bleiben
"Die Pharmaindustrie muss bei den anstehenden Finanzreformen ihren Beitrag leisten", fordert Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. "Grund für die Ausgabensteigerungen im Arzneimittelbereich sind die hohen Preise. Neue patentgeschützte Arzneimittel kommen mit immer höheren Preisen auf den Markt."
2026 wird die GKV mehr als 60 Milliarden Euro für die Arzneimittelversorgung ausgeben. In den letzten zehn Jahren stiegen die Leistungsausgaben für Arzneimittel um 67 Prozent. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind die Ausgaben durchschnittlich um 6,2 Prozent jedes Jahr gewachsen und damit fast doppelt so schnell wie die Beitragseinnahmen mit 3,4 Prozent. Hauptursache für die Entwicklung sind die neu auf den Markt kommenden patentgeschützten Arzneimittel. Jeder zweite Euro im Arzneimittelbereich wird für solche Patentarzneimittel ausgegeben, obwohl diese neuen patentgeschützten Arzneimittel nur sieben Prozent der Packungen ausmachen. Jahrestherapiekosten im sechsstelligen Bereich, etwa bei den Medikamenten Keytruda® oder Idefirix® sind heute keine Seltenheit mehr.
Elsner fordert konkrete Maßnahmen, um die Arzneimittelausgaben zu begrenzen:
Pressekontakt:
Michaela Gottfried
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