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Dienstag, 20.02.2018

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Beschluss der Bundesregierung

Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt auf 18,6 Prozent

22.11.2017·Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt ab 01.01.2018 um 0,1 Punkte auf 18,6 Prozent. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch (22.11.2017) in Berlin beschlossen.

Zum Jahreswechsel sinkt der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung von 18,7 auf 18,6 Prozent. Möglich wird das durch die hohe Nachhaltigkeitsrücklage von geschätzt 32,9 Milliarden Euro zum Jahresende 2017. Dies geht aus dem von der Bundesregierung vorgelegten Rentenversicherungsbericht hervor.

Der Beitragssatz zur Rente muss nach den gesetzlichen Vorgaben gesenkt werden, wenn die Nachhaltigkeitsrücklage zum Ende des Folgejahres das 1,5-fache der Monatsausgaben der Rentenkasse voraussichtlich übersteigt. Derzeit liegt sie laut Bundesregierung bei 1,59 Monatsausgaben.

Für Versicherte und Arbeitgeber bedeute die Senkung eine Entlastung um jeweils rund 600 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt betrage die Ersparnis damit etwa 1,2 Milliarden Euro jährlich.

In der knappschaftlichen Rentenversicherung sinkt der Beitragssatz ebenfalls zum 01.01.2018: von 24,8 auf 24,7 Prozent.

Rentenbeitragssatz unverändert bis 2022

Turnusmäßig wird im November jeden Jahres der gesetzlich geforderte Rentenversicherungsbericht vorgelegt. Er gibt Auskunft darüber, wie sich die Rentenfinanzen in den kommenden 15 Kalenderjahren voraussichtlich entwickeln werden. Grundlage dafür sind Modellrechnungen.

Der aktuelle Bericht zeigt, dass der Rentenbeitragssatz bis 2022 unverändert bei 18,6 Prozent bleibt. Anschließend steigt er schrittweise wieder an: über 20,0 Prozent im Jahr 2025 bis auf 21,6 Prozent im Jahr 2030. Im Jahr 2031 beträgt der Beitragssatz 21,8 Prozent. Er bewegt sich damit innerhalb der gesetzlichen Vorgaben. Diese sehen vor, dass er bis zum Jahr 2020 nicht über 20 Prozent und bis zum Jahr 2030 nicht über 22 Prozent steigen darf.

Sinkendes Sicherungsniveau trotz höherer Renten

Nach den Vorausberechnungen des Rentenversicherungsberichts steigen die Renten bis zum Jahr 2031 um insgesamt 36 Prozent an. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,2 Prozent pro Jahr.

Das sogenannte Sicherungsniveau vor Steuern, also die Standardrente gemessen am Durchschnittsentgelt, bleibt in den kommenden Jahren weitgehend stabil bei rund 48,2 Prozent. Ab der Mitte des kommenden Jahrzehnts sinkt es allmählich ab und wird für das Jahr 2030 auf 45 Prozent vorausberechnet. Im Jahr 2031 beträgt das Sicherungsniveau voraussichtlich 44,6 Prozent.

Laut Gesetz darf das Sicherungsniveau bis zum Jahr 2020 46 Prozent und bis zum Jahr 2030 43 Prozent nicht unterschreiten.

 

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