krankenkassen-direkt.de nutzt Cookies, um Ihnen
einen besseren Service zu bieten. Mehr Informationen
OK

Unabhängiges Informations- und Karriereportal für die gesetzliche Krankenversicherung
Sonntag, 20.09.2020

News & Meldungen

Corona-Pandemie

Kassen errechnen Anstieg des Zusatzbeitragssatzes in 2021 auf 2,19 Prozent

05.09.2020·Neben den direkten Kosten für die Corona-Pandemie werden den gesetzlichen Krankenkassen im Zuge des anhaltenden Konjunktureinbruchs auch die Einnahmen wegbrechen. Ohne Beitragserhöhung werde sich der entstehende Fehlbetrag nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes im kommenden Jahr auf knapp 17 Milliarden Euro belaufen.

Nach einer aktuellen Finanzprognose des GKV-Spitzenverbandes droht den Krankenkassen in 2021 eine Lücke von insgesamt 16,6 Milliarden Euro. Die Zahlen seien auf fachlicher Ebene mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) abgestimmt. Dies berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter Verweis auf die ihm vorliegende Berechnung.

Einbezogen in die Kalkulation seien pandemiebedingte Mehrausgaben von rund 3,4 Milliarden Euro, insbesondere für die Kosten eines neuen Impfstoffs, für Coronatests sowie die Behandlung von COVID-19-Patienten. Konjunkturbedingte Beitragsausfälle drohten insbesondere durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Für das laufende Jahr gehen die Kassen von einen Fehlbetrag von insgesamt drei Milliarden Euro aus.

Rechnerischer Zusatzbeitragssatz von 2,19 Prozent

Müssten die Krankenkassen den Fehlbetrag von 16,6 Milliarden Euro über die Zusatzbeiträge ausgleichen, würde sich der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz hierdurch von aktuell 1,1 Prozent auf 2,19 Prozent nahezu verdoppeln. Im Raum steht jedoch die Zusage der Bundesregierung vom 03.06.2020, dass die Sozialversicherungsbeiträge trotz Corona-Pandemie in Summe stabil bei 40 Prozent bleiben sollen.

Der Ausgleich des Fehlbetrags müsste damit als Bundeszuschuss aus Steuergeldern in den Gesundheitsfonds der Krankenkassen eingezahlt werden. Dies hatten die Kassen, zuletzt vor dem Hintergrund der symptomunabhängigen Coronatests, mehrfach gefordert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte hierzu Gespräche für den Herbst zugesagt.

 

Immer aktuell - der kostenfreie GKV-Newsletter:

GKV-Newsletter

Info|Hilfe|Datenschutzerklärung


Termine

Terminhinweis zu den Themen Krankenkasse, Gesundheitspolitik und Karriere in der GKV:

Termine
Weitere News

Trotz Drohung des Datenschutzbeauftragten

Bundesrat winkt umstrittenes Patientendaten-Schutzgesetz durch

Der Bundesrat hat am Freitag (18.09.2020) das Anfang Juli vom Bundestag beschlossene Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) gebilligt. Ein Kernpunkt des Gesetzes sind...

 

Krankenhauszukunftsgesetz - KHZG

Bundestag beschließt Investitions- und Hilfsprogramm für Krankenhäuser

Der Bundestag hat am Freitag (18.09.2020) in 2. und 3. Lesung das "Krankenhauszukunftsgesetz" (KHZG) beschlossen. Das Gesetz sieht vor, dass...

 

Corona-Kosten: Staat greift nach GKV-Beiträgen

Kassen sollen Finanzierungslücke 2021 aus Rücklagen und höheren Zusatzbeiträgen schließen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Kosten der Corona-Pandemie offenbar zum Großteil auf die gesetzlichen Krankenkassen abwälzen und nicht über...

mehr News...