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Sonntag, 01.11.2020

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Höhere Beiträge für Gutverdiener

Bundeskabinett beschließt SV-Rechengrößen für 2021

14.10.2020·Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (14.10.2020) die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2021 beschlossen. Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2019) turnusgemäß angepasst.

Die maßgebende Lohnentwicklung im Jahr 2019 betrug im Bundesgebiet 2,94 Prozent und in den alten Bundesländern 2,85 Prozent. Bei der Einkommensentwicklung wird auf die Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigungen für Mehraufwendungen ("Ein-Euro-Jobs") abgestellt.

Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenze

Die bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze (BBG) für das Jahr 2021 in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beträgt 58.050 Euro jährlich (2020: 56.250 Euro) bzw. 4.837,50 Euro monatlich (2020: 4.687,50 Euro). Die ebenfalls bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der GKV (Jahresarbeitsentgeltgrenze / JAEG) steigt auf 64.350 Euro (2020: 62.550 Euro).

In der allgemeinen Rentenversicherung steigt die BBG auf 7.100 Euro/Monat (2020: 6.900 Euro/Monat) im Westen und auf 6.700 Euro/Monat (2020: 6.450 Euro/Monat) im Osten.
Höchstbeitrag für 2021 steigt
Mit dem allgemeinen Beitragssatz in der GKV (2021: 14,6 Prozent) wird der Beitrag für Einkommen ab der BBG um monatlich 21,90 Euro bzw. mindestens 262,80 Euro pro Jahr steigen. Hinzu kommt die Differenz durch den kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz in Höhe von 0,15 Euro je Prozentpunkt. Bei Kassen mit einem Zusatzbeitragssatz von 1,3 Prozent wären dies 1,95 Euro je Monat bzw. mindestens 23,40 Euro im Jahr. Alleine in der GKV kann die Anhebung der BBG also eine jährliche Mehrbelastung von rund 286,20 Euro auslösen. Mit dem Beitragsrechner/-vergleich (vgl. "Links zum Thema") können Sie Ihre individuelle Beitragsdifferenz für 2021 errechnen.
Bezugsgröße und weitere Rechenwerte

Die Bezugsgröße, die für viele Werte in der Sozialversicherung Bedeutung hat (unter anderem für die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung), erhöht sich auf 39.480 Euro pro Jahr bzw. monatlich 3.290 Euro. Sie gilt in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bundeseinheitlich. Die Bezugsgröße (Ost) steigt auf 37.380 Euro/Jahr bzw. 3.115 Euro/Monat. Weitere Rechenwerte mit Erklärungen zu deren Bedeutung finden Sie unter "Links zum Thema".

Hintergrund

Die Rechengrößen werden jedes Jahr an die Einkommensentwicklung angepasst, um die soziale Absicherung stabil zu halten. Ohne diese Anpassung würden Versicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung - trotz steigenden Lohns - im Verhältnis geringere Renten bekommen. Denn für Einkommen über der Bemessungsgrenze werden keine Beiträge geleistet und somit keine Rentenansprüche erworben. Besserverdienende würden zudem mit der Zeit aus der Sozialversicherung "herauswachsen". Ihr Beitrag würde im Vergleich zu ihrem Einkommen immer kleiner werden. Weitere Hinweise zu den Steigerungsraten finden Sie unter "Links zum Thema".

 

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