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Sonntag, 13.10.2019

News & Meldungen

Sozialversicherung

Kabinett beschließt SV-Rechengrößen für 2020

09.10.2019·Das Bundeskabinett hat am 09.10.2019 die neuen Rechengrößen in der Sozialversicherung für das Jahr 2020 beschlossen. Demnach steigen die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung wie vorgesehen.

Ab 01.01.2020 steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf jährlich 56.250 Euro (4.687,50 Euro im Monat). Die Versicherungspflichtgrenze steigt auf jährlich 62.550 Euro (5.212,50 Euro im Monat). Bis zu dieser Grenze des jährlichen oder monatlichen Bruttoarbeitsentgeltes müssen Beschäftigte gesetzlich krankenversichert sein. Wer über diesen Betrag hinaus verdient, kann sich privat krankenversichern lassen.

Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung

Auch in der gesetzlichen Rentenversicherung gilt ab 2020 eine neue Einkommensgrenze. Der Beitrag bemisst sich dann bis zu einem Höchstbetrag von 6.900 Euro im Monat in den alten und 6.450 Euro in den neuen Ländern. In der knappschaftlichen Rentenversicherung steigt diese Einkommensgrenze auf 8.450 Euro in den alten und 7.900 Euro in den neuen Ländern.

Bezugsgröße und weitere Rechenwerte

Die Bezugsgröße erhöht sich auf 38.220 Euro pro Jahr bzw. monatlich 3.185 Euro. Die Bezugsgröße (Ost) steigt auf 36.120 Euro/Jahr bzw. 3.010 Euro/Monat. Weitere Rechenwerte mit Erklärungen zu deren Bedeutung finden Sie unter "Links zum Thema".

Hintergrund

Die Rechengrößen werden jedes Jahr an die Einkommensentwicklung angepasst, um die soziale Absicherung stabil zu halten. Ohne diese Anpassung würden Versicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung - trotz steigenden Lohns - im Verhältnis geringere Renten bekommen. Denn für Einkommen über der Bemessungsgrenze werden keine Beiträge geleistet und somit keine Rentenansprüche erworben. Besserverdienende würden zudem mit der Zeit aus der Sozialversicherung "herauswachsen". Ihr Beitrag würde im Vergleich zu ihrem Einkommen immer kleiner werden. Weitere Hinweise zu den Steigerungsraten finden Sie unter "Links zum Thema".

 

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