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Donnerstag, 05.08.2021

News & Meldungen

Wechsel im Vorstand

Carola Reimann (SPD) soll AOK-Bundesverband führen

20.07.2021·Die Gesundheitspolitikern Carola Reimann (SPD) wird nach Medienberichten mit großer Wahrscheinlichkeit neue Chefin des AOK-Bundesverbandes. Sie werde dem Erweiterten Vorstand des Verbandes am 27.07.2021 durch die Findungskommission als Nachfolgerin des amtiereden Vorsitzenden Martin Litsch (64) vorschlagen, berichtet das manager magazin am Dienstag unter Berufung auf einen Verbandssprecher. Am 28.07.2021 werde der Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes die Personalie beschließen. Reimann würde ihr Amt dann mit Beginn des Jahres 2022 antreten.

Vor wenigen Monaten trat Carola Reimann (53) als niedersächsische Ministerin für Soziales und Gesundheit "aus gesundheitlichen" Gründen zurück. Dem Kabinett von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gehörte sie seit 2017 an. Zuvor war sie knapp 17 Jahre als Bundestagsabgeordnete Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Während der schwarz-gelben Koalition 2009 bis 2013 leitete sie das Gremium als Vorsitzende. Für ihre Partei fungierte sie lange Jahre als gesundheitspolitische Sprecherin.

Rücktrittsforderungen in Niedersachsen

Reimanns Amtszeit als Landesministerin war nicht frei von Problemen: So kündigte sie im September 2020 an, die niedersächsische Pflegekammer aufzulösen. B90/Die Grünen sprachen von einem "Desaster". Auch die FDP kritisierte Reimann bezüglich eines Missmanagements während der Corona-Pandemie. Mit Blick auf die Probleme bei der Impfterminvergabe und des langsamen Impffortschritts im Bundesland forderten die Liberalen Reimanns Rücktritt.

Übernahme mit fordernder Perspektive

Litsch verabschiedet sich noch in diesem Jahr in den Ruhestand. Für die Zeit ab 2022 ist bereits absehbar, dass die gesetzlichen Krankenkassen mit hohen Defiziten zu kämpfen haben werden. Alleine die AOK-Gemeinschaft hatte bereits für das erste Quartal 2021 ein Defizit in Höhe von 563 Millionen Euro ausgewiesen. Im Jahr 2022 sei laut AOK-Bundesverband mit einem GKV-Defizit von über 17 Milliarden Euro zu rechnen. Reimann würde dann gefordert, die AOK-Interessen gegenüber der Bundespolitik zu vertreten. Die bisher vereinbarte Erhöhung des Bundeszuschusses in Höhe von sieben Milliarden Euro bezeichnete der AOK-bundesverband bisher als nicht ausreichend.

 

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