AOK Niedersachsen|29.10.2020

PRESSEMITTEILUNG

AOK-Analyse zeigt: Schlaganfall-Zahlen leicht rückläufig

Hannover (kkdp)·Ein Schlaganfall gilt nach wie vor als eine der häufigsten Todesursachen. Insgesamt haben nach Erkenntnissen von Versorgungsforschern der AOK Niedersachsen im Jahr 2018 weniger Versicherte einen Schlaganfall erlitten. So wurden 9.591 Versicherte mit einer Schlaganfalldiagnose im Krankenhaus behandelt. Das entspricht 0,33 Prozent aller Versicherten der AOK Niedersachsen. Im Vergleich zu den Jahren 2008 (0,36 Prozent) und 2013 (0,35 Prozent) ist dies ein leichter Rückgang. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen.

Die passgenaue Versorgung bleibt weiterhin wichtig. Eine AOK-Studie aus 2019 in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover hatte gezeigt, dass die Sterblichkeit nach einem ersten Schlaganfall nach fünf Jahren bei 45 Prozent liegt. Wenn Schlaganfallpatienten in einer Spezialklinik - einer sogenannten "Stroke-Unit" - behandelt wurden, war die Sterblichkeit um 18 Prozent niedriger. Dies könnte auf verbesserte Behandlungsmöglichkeiten zurückzuführen sein, die diese auf Schlaganfall spezialisierten Abteilungen bieten.

AOK-Vorstandschef Dr. Jürgen Peter erklärt: "Aufgrund unserer alternden Gesellschaft wird die Zahl von Patienten mit Schlaganfällen tendenziell zunehmen. Deshalb muss auch die Schlaganfallversorgung besser und die Bildung von spezialisierten Zentren vorangetrieben werden. Dank modernster Medizintechnik kann dort die Überlebenschance der Patienten signifikant erhöht werden."

Jährlich sind bundesweit etwa 270.000 Menschen von Schlaganfällen betroffen.

Pressekontakt:

Ulrike Serbent
Pressesprecherin
Telefon: (0511) 8701-10010
E-Mail: ulrike.serbent@nds.aok.de


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