BKK Dachverband e.V.|11.03.2026
PRESSEMITTEILUNG
Innovationsfondsprojekt "NADI" zeigt die Erfolgsfaktoren für die Digitalisierung von Gesundheitssystemen auf
Berlin (kkdp)·Das deutsche Gesundheitswesen hinkt bei der Digitalisierung international hinterher, obwohl die elektronische Patientenakte bereits 2004 gesetzlich festgeschrieben wurde. Komplexe IT-Strukturen, fehlende Interoperabilität, ein fragmentiertes Versorgungssystem und geringe Mehrwerte bei der Nutzung haben die Umsetzung lange gebremst. Mit dem Innovationsfondsprojekt "NADI - Nutzen und Akzeptanz von Digital Health" soll sich das nun ändern. NADI hat systematisch internationale Vorreiterländer analysiert und Erfolgsfaktoren ausgemacht, von denen Deutschland lernen kann.
"Mit der ´ePA für alle´ ist die Digitalisierung hierzulande zwar in Schwung gekommen. Dennoch zeigen die Studienergebnisse von NADI sehr deutlich, dass andere Länder ihre Gesundheitssysteme besser, schneller und kostengünstiger digitalisiert haben. Dabei hätten wir eigentlich sehr gute Voraussetzungen. Versichertenbefragungen zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger hierzulande viel weiter sind, als viele denken, und dass sie der Digitalisierung des Gesundheitssystems vertrauen. Nur nutzen wir diese Vertrauensgrundlage noch nicht strukturiert genug. Ganz entscheidend ist, dass die Digitalisierung echte Mehrwerte bietet und Hürden minimiert. Erst dann wird die Digitalisierung unseres Gesundheitssystems richtig Fahrt aufnehmen können", sagt Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.
Im Rahmen des Projekts wurden die Entwicklungen in neun Staaten hinsichtlich der Erfolgsfaktoren und Kipppunkte der digitalen Transformation analysiert. Zu den untersuchten Staaten zählten unter anderem Estland, Dänemark, Saudi-Arabien, Japan und die USA. Der Fokus lag dabei nicht auf einzelnen Technologien, sondern auf politischen und soziokulturellen Prozessen, die eine erfolgreiche Digitalisierung ermöglichen. Neben dem notwendigen Vertrauen und den Mehrwerten zeigte sich, dass die Digitale Transformation nicht nach einem universellen Standard erfolgen muss. Vielmehr erweisen sich kleinere, klar abgegrenzte digitale Lösungen als sehr effektiv. Von entscheidender Bedeutung sind außerdem digitale Kompetenzen in der Bevölkerung sowie Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, da diese die Bündelung von Ressourcen, Expertise und Innovationsfähigkeit ermöglichen.
"Die Studienergebnisse zeigen, was nötig ist, um ein Gesundheitssystem erfolgreich und im Sinne der Patientinnen und Patienten zu digitalisieren. Es ist eben nicht der technische Perfektionismus mit dem einen großen Wurf, sondern eine Kombination aus Pragmatismus, einer Gesellschaft mit digitalen Kompetenzen und den richtigen politischen Rahmenbedingungen. Mit der Veröffentlichung der finalen Projektergebnisse erhoffe ich mir wichtige Impulse für eine patientenorientierte, moderne und international wettbewerbsfähige digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland", so Klemm weiter.
Zum Projekt:
Das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Konsortialprojekt "NADI - Nutzen und Akzeptanz von Digital Health: Internationale Erfahrungen, Handlungsoptionen und Patientenpräferenzen" wird wissenschaftlich von Prof. Dr. Volker Amelung vom Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Medizinischen Hochschule Hannover geleitet. Konsortialpartner sind die Hochschule Neubrandenburg und die Technische Universität Berlin.
"Mit der ´ePA für alle´ ist die Digitalisierung hierzulande zwar in Schwung gekommen. Dennoch zeigen die Studienergebnisse von NADI sehr deutlich, dass andere Länder ihre Gesundheitssysteme besser, schneller und kostengünstiger digitalisiert haben. Dabei hätten wir eigentlich sehr gute Voraussetzungen. Versichertenbefragungen zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger hierzulande viel weiter sind, als viele denken, und dass sie der Digitalisierung des Gesundheitssystems vertrauen. Nur nutzen wir diese Vertrauensgrundlage noch nicht strukturiert genug. Ganz entscheidend ist, dass die Digitalisierung echte Mehrwerte bietet und Hürden minimiert. Erst dann wird die Digitalisierung unseres Gesundheitssystems richtig Fahrt aufnehmen können", sagt Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.
Im Rahmen des Projekts wurden die Entwicklungen in neun Staaten hinsichtlich der Erfolgsfaktoren und Kipppunkte der digitalen Transformation analysiert. Zu den untersuchten Staaten zählten unter anderem Estland, Dänemark, Saudi-Arabien, Japan und die USA. Der Fokus lag dabei nicht auf einzelnen Technologien, sondern auf politischen und soziokulturellen Prozessen, die eine erfolgreiche Digitalisierung ermöglichen. Neben dem notwendigen Vertrauen und den Mehrwerten zeigte sich, dass die Digitale Transformation nicht nach einem universellen Standard erfolgen muss. Vielmehr erweisen sich kleinere, klar abgegrenzte digitale Lösungen als sehr effektiv. Von entscheidender Bedeutung sind außerdem digitale Kompetenzen in der Bevölkerung sowie Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, da diese die Bündelung von Ressourcen, Expertise und Innovationsfähigkeit ermöglichen.
"Die Studienergebnisse zeigen, was nötig ist, um ein Gesundheitssystem erfolgreich und im Sinne der Patientinnen und Patienten zu digitalisieren. Es ist eben nicht der technische Perfektionismus mit dem einen großen Wurf, sondern eine Kombination aus Pragmatismus, einer Gesellschaft mit digitalen Kompetenzen und den richtigen politischen Rahmenbedingungen. Mit der Veröffentlichung der finalen Projektergebnisse erhoffe ich mir wichtige Impulse für eine patientenorientierte, moderne und international wettbewerbsfähige digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland", so Klemm weiter.
Zum Projekt:
Das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Konsortialprojekt "NADI - Nutzen und Akzeptanz von Digital Health: Internationale Erfahrungen, Handlungsoptionen und Patientenpräferenzen" wird wissenschaftlich von Prof. Dr. Volker Amelung vom Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Medizinischen Hochschule Hannover geleitet. Konsortialpartner sind die Hochschule Neubrandenburg und die Technische Universität Berlin.
Pressekontakt:
Thorsten Greb
Pressesprecher
+49 30 2700 406 - 302
thorsten.greb@bkk-dv.de