Deutsche PsychotherapeutenVereinigung e.V.|31.03.2026
PRESSEMITTEILUNG
Weitere Hiobsbotschaft für psychotherapeutische Versorgung
Berlin (kkdp)·DPtV: Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit nicht akzeptabel
"Offenbar sind versorgungsfeindliche und katastrophale Kürzungen im Bereich der psychischen Erkrankungen mittlerweile salonfähig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wir sind entsetzt", sagen Dr. Enno Maaß und Dr. Christina Jochim, Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). Die Finanzkommission Gesundheit hat gestern in ihrem Bericht 66 Vorschläge zur Beitragsstabilisierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung veröffentlicht. "Dabei gehen überproportional viele Vorschläge zu Lasten der ohnehin schon unterfinanzierten psychotherapeutischen Versorgung. Weiterhin werden die Psychotherapeut*innen mit unsinnigen Einzelvorschlägen unangemessen in den Fokus genommen", kritisieren die Bundesvorsitzenden.
Weiterhin Stigmatisierung von Versorgung psychischer Erkrankungen
"Die vorgeschlagene Rückführung der psychotherapeutischen Leistungen in die sogenannte Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) soll die Krankenkassen von einer ausreichenden Finanzierung psychotherapeutischer Leistungen befreien", betont Jochim. "Hier wird wiederholt die Zunahme behandlungsbedürftiger psychischer Erkrankungen ignoriert". Weiterhin sollen nach dem Bericht der Finanzkommission die finanziellen Zuschläge für sinnvolle Kurzzeittherapien entfallen, die bisher eine zeitnahe und kompakte psychotherapeutische Versorgung ermöglicht hatten. "Damit werden sowohl eine Ausweitung des Behandlungsangebotes als auch das Behandlungsinstrument der kostengünstigen Kurzzeittherapien kaputtgespart", sagt Maaß.
Weitere Sparvorschläge im ambulanten Bereich mit fataler Wirkung
"Gemeinsam sind sich die ambulant tätigen Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen einig, dass Sparvorhaben im ambulanten Versorgungsbereich wenig Wirkung entfalten, wenn dabei die Versorgung geschwächt und eine Verschiebung in den kostenintensiven stationären Sektor gefördert wird", betonen Maaß und Jochim. "Wenn dazu wie vorgeschlagen die finanzielle Unterstützung der fachärztlichen und damit psychotherapeutischen Grundversorgung gestrichen wird, dann vergreift man sich an der grundlegenden medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung der Menschen."
"Offenbar sind versorgungsfeindliche und katastrophale Kürzungen im Bereich der psychischen Erkrankungen mittlerweile salonfähig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wir sind entsetzt", sagen Dr. Enno Maaß und Dr. Christina Jochim, Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). Die Finanzkommission Gesundheit hat gestern in ihrem Bericht 66 Vorschläge zur Beitragsstabilisierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung veröffentlicht. "Dabei gehen überproportional viele Vorschläge zu Lasten der ohnehin schon unterfinanzierten psychotherapeutischen Versorgung. Weiterhin werden die Psychotherapeut*innen mit unsinnigen Einzelvorschlägen unangemessen in den Fokus genommen", kritisieren die Bundesvorsitzenden.
Weiterhin Stigmatisierung von Versorgung psychischer Erkrankungen
"Die vorgeschlagene Rückführung der psychotherapeutischen Leistungen in die sogenannte Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) soll die Krankenkassen von einer ausreichenden Finanzierung psychotherapeutischer Leistungen befreien", betont Jochim. "Hier wird wiederholt die Zunahme behandlungsbedürftiger psychischer Erkrankungen ignoriert". Weiterhin sollen nach dem Bericht der Finanzkommission die finanziellen Zuschläge für sinnvolle Kurzzeittherapien entfallen, die bisher eine zeitnahe und kompakte psychotherapeutische Versorgung ermöglicht hatten. "Damit werden sowohl eine Ausweitung des Behandlungsangebotes als auch das Behandlungsinstrument der kostengünstigen Kurzzeittherapien kaputtgespart", sagt Maaß.
Weitere Sparvorschläge im ambulanten Bereich mit fataler Wirkung
"Gemeinsam sind sich die ambulant tätigen Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen einig, dass Sparvorhaben im ambulanten Versorgungsbereich wenig Wirkung entfalten, wenn dabei die Versorgung geschwächt und eine Verschiebung in den kostenintensiven stationären Sektor gefördert wird", betonen Maaß und Jochim. "Wenn dazu wie vorgeschlagen die finanzielle Unterstützung der fachärztlichen und damit psychotherapeutischen Grundversorgung gestrichen wird, dann vergreift man sich an der grundlegenden medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung der Menschen."
Pressekontakt:
Hans Strömsdörfer
Pressesprecher
presse@dptv.de
Mobil: 0157 73744828
Telefon: 030 23500927
Fax 030 235009-44