Gewerkschaft der Sozialversicherung|22.01.2026

PRESSEMITTEILUNG

Gehälter bei Krankenkassen und dem MD
GdS protestiert gegen geplanten Eingriff in Tarifautonomie

Berlin (kkdp)·Übergabe von Protest-Postkarten am 26. Januar vor dem Bundesgesundheitsministerium

Die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) warnt eindringlich vor den Plänen der Bundesregierung, die Gehälter der Beschäftigten bei den gesetzlichen Krankenkassen und Medizinischen Diensten (MD) künftig am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) auszurichten. Eine entsprechende Formulierung wurde in den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD aufgenommen und würde bei Umsetzung einen massiven Eingriff in die verfassungsrechtlich garantierte Tarifautonomie bedeuten.

Bislang werden die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten von Krankenkassen und MD in eigenständigen Tarifverträgen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelt - häufig auf einem Niveau oberhalb des TVöD. Die nun geplante politische Festlegung auf eine einheitliche Gehaltsstruktur soll angeblich Verwaltungskosten senken, droht aus Sicht der GdS jedoch Motivation, Fachkräftebindung und Versorgungsqualität nachhaltig zu beschädigen.


Der Bundesvorsitzende der GdS, Maik Wagner, findet dafür deutliche Worte: "Was hier unter dem Deckmantel der Kosteneinsparung betrieben wird, ist ein Frontalangriff auf die Beschäftigten, die tagtäglich das System der gesetzlichen Krankenversicherung am Laufen halten. Ein solcher Eingriff in die verfassungsrechtlich garantierte Tarifautonomie ist nicht zu rechtfertigen - weder rechtlich noch sachlich."

Um gegen diese Pläne zu protestieren, übergibt eine Delegation der GdS am 26. Januar ab 13:00 Uhr vor dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin tausende Protest-Postkarten an das Ministerium. Mit der Aktion machen die Beschäftigten der Sozialversicherung deutlich, dass sie sich gegen Lohnabsenkungen und die politische Bevormundung der Tarifpartner entschieden zur Wehr setzen.

Die GdS fordert die Bundesregierung auf, die verfassungsrechtlich geschützte Tarifautonomie uneingeschränkt zu respektieren. Weitere Informationen finden Sie hier: www.gds.info/haende-weg/

Anm. d. Redaktion: Der Titel wurde ergänzt um "Gehälter bei Krankenkassen und dem MD".

Pressekontakt:

Manuel Rose
GdS-Pressereferent
Tel.: 0228 97761-58
Mail: presse@gds.info

Maik Wagner
GdS-Bundesvorsitzender
Tel.: 01520 450 70 62


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