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Donnerstag, 24.06.2021

Mitteilung

Siemens-Betriebskrankenkasse|10.06.2021

PRESSEMITTEILUNG

SBK fordert schnelleren Datenaustausch im Gesund-heitswesen

München·Die Diagnosedaten aus Arztpraxen erreichen die Krankenkassen heutzutage mit bis zu neunmonatiger Verzögerung. Kassen können folglich, selbst wenn die Versicherten dies wünschen, nicht auf aktueller Datenbasis zu Versorgungsthemen beraten. Was schon immer ein Problem war, offenbarte sich in der Corona-Pandemie als unmittelbarer und deutlich greifbarer Nachteil für die Versicherten: Die im Auftrag des BMG von den Krankenkassen versendeten Vouchern für die FFP2-Masken beispielsweise erreichten aufgrund der verzögerten Übermittlung der Diagnosedaten nicht immer die Personen, die diese am dringendsten benötigten. So fielen unter anderem alle Risikopatienten durch das Raster, die ihre Diagnose erstmals in den Monaten vor dem Versand erhalten haben.

Das hat auch die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit auf dieses Handlungsfeld gelenkt: Aktuell steht das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) kurz vor der Verabschiedung. Im Rahmen dieses Gesetzesvorhabens ist vorgesehen, dass der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung gemeinsam die Möglichkeiten ausloten, wie diese Zeitverzögerung bei der Datenlieferung zu vermeiden ist.

"Aus Sicht des Kunden, der sich eine optimale Behandlung und Beratung wünscht, kann die Lösung nur sein, dass alle Beteiligten immer den gleichen Wissensstand haben. Nur dann kann integrierte Behandlung im akuten Krankheitsfall funktionieren," betont Christine Ott, Fachbereichsleiterin Datenmanagement bei der SBK. "Das setzt voraus, dass die Informationen taggleich bei allen vorliegen."

Die Telematikinfrastruktur mit ihren Schnittstellen bietet dafür bereits jetzt alle technischen Möglichkeiten. So könnte der taggleiche Austausch der Daten zwischen Ärzten und Krankenkassen über die so genannte KIM-Schnittstelle abgewickelt werden, die auch bereits für die Übermittlung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung genutzt werden wird.

Pressekontakt:

Franziska Herrmann
Tel.: 089 62700-710
Mobil: 0160 95332422
E-Mail: franziska.herrmann@sbk.org


 

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