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Donnerstag, 01.10.2020

Mitteilung

Siemens-Betriebskrankenkasse|19.05.2020

PRESSEMITTEILUNG

Zehn Prozent haben Schmerzen nach einer Rücken-OP

München·Viele Patient*innen entwickeln chronische Schmerzen nach einem Eingriff an der Wirbelsäule

Nach Auswertungen der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse leidet fast jede*r Zehnte nach einem chirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule unter dem sogenannten Postdiskektomie-Syndrom. Die Diagnose beschreibt chronische und anhaltende Schmerzen nach einer Rücken-OP. Dabei können die Schmerzen die gleichen wie vor dem Eingriff sein oder aber neu und stärker als vorher auftreten.

Das Phänomen ist auch als Postlaminektomie-Syndrom oder Failed Back Surgery Syndrome (FBSS) bekannt: Eine Rücken-OP wie eine Operation an der Bandscheibe hilft Patient*innen nicht, sondern verschlimmert die Beschwerden eventuell sogar. Ein Blick in die Zahlen der SBK zeigt: Von 11.003 Personen mit Rücken-OP in den Jahren 2015 bis 2018 wurde bei 1.062 (9,65 Prozent) das Postdiskektomie-Syndrom diagnostiziert. Bei 5,38 Prozent der Operierten trat das Syndrom bereits im Jahr nach der OP auf. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Dunkelziffer noch höher liegt, vermutet Julia Zink von der SBK: "Es könnte sein, dass das Syndrom bei vielen Patient*innen wahrscheinlich gar nicht erst erkannt und lediglich erneut die Diagnose Rückenschmerzen gestellt wird. Dass die Schmerzen auf eine vergangene Operation zurückgehen könnten, wird vermutlich in einigen Fällen gar nicht in Betracht gezogen".

Rücken-OPs sind nicht immer erste Wahl

Seit Jahren wird kritisiert, dass viele Rücken-OPs unnötig sind. In vielen Fällen gibt es Therapiemöglichkeiten, die deutlich besser zur Heilung beitragen, darunter die konservative Therapie oder eine multimodale Schmerztherapie. Zudem bleibt es meist nicht bei nur einer OP, bei vielen muss der Eingriff wiederholt werden. Betrachtet man die Fallzahlen innerhalb eines Fünf-Jahres-Zeitraums, ergibt sich folgendes Bild: Von 2.556 Versicherten der SBK mit Rücken-OP im Jahr 2014 wurde fast ein Viertel in den kommenden fünf Jahren erneut operiert, teilweise sogar mehrfach. "Alle Patient*innen, die am Rücken operiert werden sollen, sollten sich eine Zweitmeinung einholen. Eventuell erspart man sich somit eine oder mehrere unnötige Operationen, die die Beschwerden im schlimmsten Fall noch vergrößern", sagt Zink. Die SBK bietet ihren Versicherten eine kostenlose Zweitmeinung durch Rückenspezialisten an.

Pressekontakt:

Franziska Herrmann
Tel.: 089 62700-710
Mobil: 0160 95332422
E-Mail: franziska.herrmann@sbk.org


 

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