mhplus Krankenkasse|28.05.2026
PRESSEMITTEILUNG
Spezialisierte Therapie für junge Menschen mit Essstörung
Ludwigsburg/Berlin (kkdp)·Die FIAT-Studie bietet Therapieplätze für Kinder und Jugendliche mit Anorexie
Anorexia nervosa, umgangssprachlich Magersucht, ist eine ernste psychosomatischen Erkrankung, die vor allem bei Kindern und Jugendlichen entsteht. Bisher hat sich zur Behandlung von schwer Erkrankten in Deutschland die stationäre, multimodale Therapie bewährt. Ob die im angelsächsischen Sprachraum bereits als wirksam belegte und verbreitete Familien-Basierte Therapie (FBT) gleichermaßen wirksam ist, wird nun erstmalig in der FIAT-Studie untersucht - unter Leitung der Charité - Universitätsmedizin Berlin und mit Beteiligung der mhplus Krankenkasse. An der Studie können 200 Familien mit betroffenen Kindern von 8 bis 17 Jahren bundesweit kostenlos teilnehmen, wenn sie gesetzlich versichert sind.
Bis zu zwei Prozent der Europäerinnen und Europäer haben die Essstörung Anorexia nervosa, umgangssprachlich Magersucht genannt. Bei dieser psychischen Erkrankung halten sich die Betroffenen für zu dick und entwickeln den Drang, mit Nahrungsverzicht so viel abzunehmen, dass sie riskant untergewichtig werden können. Bei Jugendlichen ist Anorexie besonders häufig, am häufigsten bei jungen Mädchen, die ein zehnmal höheres Erkrankungsrisiko haben als gleichaltrige Jungen. Anorexie muss dringend frühzeitig behandelt werden, da die Sterblichkeitsrate hier zu den höchsten unter den psychischen Erkrankungen zählt (Quelle: Bryant et al., 2023).
Therapieangebot für Anorexie soll breiter werden
In Deutschland hat sich für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche die Behandlung in einer stationären Einrichtung mit breitgefächertem und auf Essstörung spezialisiertem Therapieangebot bewährt. In England und den USA wird hingegen überwiegend ambulant gearbeitet, damit die jungen Menschen möglichst in ihrer gewohnten familiären Umgebung bleiben können. Die mhplus Krankenkasse und weitere Kassen führen nun mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin mit FIAT (Familien-Basierte telemedizinische versus institutionelle Anorexia-nervosa-Therapie) die größte Vergleichsstudie beider Therapieformen durch.
"Wir hoffen, mit der wissenschaftlichen Bewertung der Therapieformen unseren betroffenen Versicherten ebenso wie zukünftigen Patientinnen und Patienten mit Anorexia nervosa Hilfe zu bieten", sagt Eva Fieger, Referentin für Innovationsfondsprojekte bei der mhplus. Während die eigene Familie als sicherer, bekannter Ort den erkrankten Jugendlichen die Durchführung der Therapie deutlich erleichtern könnte, ist noch unbekannt, wer weiterhin die spezialisierte, stationäre Therapie benötigt. "Anorexia nervosa ist eine schwere, jedoch heilbare Erkrankung. Ein breitgefächertes Therapieangebot hilft - mit der FIAT-Studie wollen wir die deutsche Therapielandschaft um die familienbasierte Therapie erweitern", erklärt PD Dr. oec. troph. Verena Haas, FIAT-Studien- und Projektleiterin an der Charité.
Bei FBT werden Eltern aktiv in Behandlung ihres Kindes eingebunden
In der familienbasierten Therapie (FBT) wird die Familie von Anfang an durch das multiprofessionelle Team aktiv in die Behandlung eingebunden. Die telemedizinischen Familiensitzungen in der FIAT-Studie werden mit regelmäßigen Terminen zum medizinischen Monitoring vor Ort in einem der 22 Studienzentren ergänzt, die für das Projekt bundesweit eingerichtet wurden. Vor allem in der ersten von drei Therapiephasen sind die Eltern wichtig, um ihrem Kind Sicherheit zu geben, damit ihm nach und nach der Essensaufbau wieder eigenverantwortlich gelingen kann. In der letzten Therapiephase stehen dann die individuellen Themen der Jugendlichen im Vordergrund.
Bei der FIAT-Studie anmelden können sich insgesamt 200 gesetzlich versicherte Familien, bei denen ein Kind im Alter von 8 bis 17 Jahren die Hauptdiagnose Anorexia nervosa hat und welches eine stationäre Behandlung benötigt. Nach dem Zufallsprinzip werden die Kinder und Jugendlichen dann entweder der klassischen stationären Behandlung oder der FBT zugeteilt. Die Studienteilnahme ist kostenlos; der Beobachtungszeitraum dauert 12 Monate. Mehr zu den Teilnahmebedingungen lesen Sie bei mhplus.de/fiat.
Mehr Infos:
mhplus.de/fiat | fbt-fiat.de
Anorexia nervosa, umgangssprachlich Magersucht, ist eine ernste psychosomatischen Erkrankung, die vor allem bei Kindern und Jugendlichen entsteht. Bisher hat sich zur Behandlung von schwer Erkrankten in Deutschland die stationäre, multimodale Therapie bewährt. Ob die im angelsächsischen Sprachraum bereits als wirksam belegte und verbreitete Familien-Basierte Therapie (FBT) gleichermaßen wirksam ist, wird nun erstmalig in der FIAT-Studie untersucht - unter Leitung der Charité - Universitätsmedizin Berlin und mit Beteiligung der mhplus Krankenkasse. An der Studie können 200 Familien mit betroffenen Kindern von 8 bis 17 Jahren bundesweit kostenlos teilnehmen, wenn sie gesetzlich versichert sind.
Bis zu zwei Prozent der Europäerinnen und Europäer haben die Essstörung Anorexia nervosa, umgangssprachlich Magersucht genannt. Bei dieser psychischen Erkrankung halten sich die Betroffenen für zu dick und entwickeln den Drang, mit Nahrungsverzicht so viel abzunehmen, dass sie riskant untergewichtig werden können. Bei Jugendlichen ist Anorexie besonders häufig, am häufigsten bei jungen Mädchen, die ein zehnmal höheres Erkrankungsrisiko haben als gleichaltrige Jungen. Anorexie muss dringend frühzeitig behandelt werden, da die Sterblichkeitsrate hier zu den höchsten unter den psychischen Erkrankungen zählt (Quelle: Bryant et al., 2023).
Therapieangebot für Anorexie soll breiter werden
In Deutschland hat sich für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche die Behandlung in einer stationären Einrichtung mit breitgefächertem und auf Essstörung spezialisiertem Therapieangebot bewährt. In England und den USA wird hingegen überwiegend ambulant gearbeitet, damit die jungen Menschen möglichst in ihrer gewohnten familiären Umgebung bleiben können. Die mhplus Krankenkasse und weitere Kassen führen nun mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin mit FIAT (Familien-Basierte telemedizinische versus institutionelle Anorexia-nervosa-Therapie) die größte Vergleichsstudie beider Therapieformen durch.
"Wir hoffen, mit der wissenschaftlichen Bewertung der Therapieformen unseren betroffenen Versicherten ebenso wie zukünftigen Patientinnen und Patienten mit Anorexia nervosa Hilfe zu bieten", sagt Eva Fieger, Referentin für Innovationsfondsprojekte bei der mhplus. Während die eigene Familie als sicherer, bekannter Ort den erkrankten Jugendlichen die Durchführung der Therapie deutlich erleichtern könnte, ist noch unbekannt, wer weiterhin die spezialisierte, stationäre Therapie benötigt. "Anorexia nervosa ist eine schwere, jedoch heilbare Erkrankung. Ein breitgefächertes Therapieangebot hilft - mit der FIAT-Studie wollen wir die deutsche Therapielandschaft um die familienbasierte Therapie erweitern", erklärt PD Dr. oec. troph. Verena Haas, FIAT-Studien- und Projektleiterin an der Charité.
Bei FBT werden Eltern aktiv in Behandlung ihres Kindes eingebunden
In der familienbasierten Therapie (FBT) wird die Familie von Anfang an durch das multiprofessionelle Team aktiv in die Behandlung eingebunden. Die telemedizinischen Familiensitzungen in der FIAT-Studie werden mit regelmäßigen Terminen zum medizinischen Monitoring vor Ort in einem der 22 Studienzentren ergänzt, die für das Projekt bundesweit eingerichtet wurden. Vor allem in der ersten von drei Therapiephasen sind die Eltern wichtig, um ihrem Kind Sicherheit zu geben, damit ihm nach und nach der Essensaufbau wieder eigenverantwortlich gelingen kann. In der letzten Therapiephase stehen dann die individuellen Themen der Jugendlichen im Vordergrund.
Bei der FIAT-Studie anmelden können sich insgesamt 200 gesetzlich versicherte Familien, bei denen ein Kind im Alter von 8 bis 17 Jahren die Hauptdiagnose Anorexia nervosa hat und welches eine stationäre Behandlung benötigt. Nach dem Zufallsprinzip werden die Kinder und Jugendlichen dann entweder der klassischen stationären Behandlung oder der FBT zugeteilt. Die Studienteilnahme ist kostenlos; der Beobachtungszeitraum dauert 12 Monate. Mehr zu den Teilnahmebedingungen lesen Sie bei mhplus.de/fiat.
Mehr Infos:
mhplus.de/fiat | fbt-fiat.de
Pressekontakt:
Maike Schwarz, Pressereferentin
Fon: 07141 9790-8141
E-Mail: presse@mhplus.de
www.mhplus.de/presse