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Dienstag, 11.12.2018

Themen der GKV

Medizinische Dienste der Krankenversicherung (MDK/MDS)

Die medizinischen Dienste der gesetzlichen Krankenversicherung teilen sich in den bundesweiten MDS und die regionalen MDK:

MDS - Medizinischer Dienst des GKV-Spitzenverbandes

Der MDS mit Sitz in Essen ist ein eingetragener Verein. Als medizinische und pflegefachliche Expertenorganisation berät er die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung auf Bundesebene - insbesondere den GKV-Spitzenverband - in Versorgungs-, Leistungs-, Qualitäts- und Strukturfragen. Zudem koordiniert der MDS die fachliche Arbeit der MDK in den Ländern, um die Begutachtung und Beratung nach bundesweit einheitlichen Kriterien sicher zu stellen. Vereinsmitglieder sind der GKV-Spitzenverband sowie als Fördermitglieder die MDK und die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene. Das Haushaltsvolumen beträgt 10,7 Millionen Euro (Stand: 2017)


MDK - Medizinischer Dienst der Krankenversicherung

Der MDK klärt im Auftrag der Krankenkassen versichertenbezogene Fragen im Einzelfall. Diese reichen von der Bewertung einer Arbeitsunfähigkeit über Versorgungsfragen bis zu Fragen der Pflegebedürftigkeit und -einstufung. Das Prozedere sieht vor, dass Fragen der Kassenmitarbeiter zunächst in einer so genannten Sozialmedizinischen Fallberatung (SFB) geklärt werden. Diese findet üblicherweise mit dem MDK-Gutachter in den Räumen der Krankenkasse statt. Die Begutachtung von Pflegebedürftigkeit findet zu Hause oder im Pflegeheim statt. Die Entscheidung über eine Leistung liegt aber stets bei den Kranken- und Pflegekassen. Die Gutachter des MDK greifen zudem nicht in die ärztliche Behandlungen ein.

Träger des Medizinischen Dienstes ist die gesetzliche Krankenversicherung. Die jeweiligen Landesverbände der Betriebs-, Innungs- und Ortskrankenkassen, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) und die Ersatzkassen haben in jedem Bundesland gemeinsam die Arbeitsgemeinschaft "Medizinischer Dienst der Krankenversicherung" gegründet (Ausnahmen: In Nordrhein-Westfalen gibt es zwei Medizinische Dienste: den MDK Nordrhein und den MDK Westfalen-Lippe; Berlin und Brandenburg haben einen landesübergreifenden MDK mit Sitz in Potsdam. Die Medizinischen Dienste in Hamburg und Schleswig-Holstein haben sich zum MDK Nord zusammengeschlossen). Der MDK untersteht der Aufsicht der jeweiligen Sozialministerien der Länder. Die Rechtsform der MDK in den östlichen Bundesländern und des MDS ist der eingetragene Verein, in den westlichen Bundesländern die einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Insgesamt betreiben die 15 MDK 135 Beratungsstellen. Diese beschäftigen zusammen 7.500 Mitarbeiter, darunter 2.100 Ärzte und 2.100 Pflegefachkräfte. Weit über 90 Prozent der Mediziner besitzen nach Angaben des MDK mindestens eine Facharztanerkennung. Finanziert wird der MDK je zur Hälfte von den Krankenkassen und den Pflegekassen über eine Umlage. Die Kassen bezahlen für jedes Mitglied, das seinen Wohnsitz in dem Gebiet eines MDK hat, einen Pauschalbetrag (Pro-Kopf-Umlage) an diesen MDK.



 

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