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Donnerstag, 02.04.2020

Mitteilung

Deutscher Bundestag|12.02.2020

PRESSEMITTEILUNG

Ausländische Ärzte sehr gefragt

Berlin·Ausländische Ärzte und Pflegekräfte sind nach Ansicht von Gesundheitsexperten für die medizinische Versorgung in Deutschland von tragender Bedeutung. Ohne die Hilfe eingewanderter Mediziner und anderer Gesundheitsfachkräfte wäre das Gesundheitssystem geschwächt, erklärten Experten in schriftlichen Stellungnahmen anlässlich einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages am Mittwoch zu Anträgen der Fraktionen von AfD (19/6423) und Grünen (19/16844).

Nach Ansicht der Grünen-Fraktion muss das Gesundheitssystem systematisch für ausländische Fachkräfte geöffnet werden. Die AfD-Fraktion warnte hingegen vor Gefahren für Patienten durch unzureichend qualifizierte Mediziner aus Drittstaaten.

Laut Bundesärztekammer (BÄK) arbeiten rund 49.000 ausländische Mediziner in Deutschland. Die Versorgung wäre ohne die Fachkräfte aus dem Ausland "in der gewohnten Form nicht aufrechtzuerhalten", sie trügen wesentlich zur Patientenversorgung bei. Unabhängig von der Herkunft eines Arztes sei ein Einsatz ohne ausreichende fachliche Qualifikation unzulässig.

Mit dem sogenannten Anerkennungsgesetz von 2012 haben nach Angaben der Ärztegewerkschaft Marburger Bund auch Ärzte, die in einem Drittstaat ausgebildet wurden, die Möglichkeit, die Gleichwertigkeit ihrer Ausbildung feststellen zu lassen (Gleichwertigkeitsprüfung). Ist die Gleichwertigkeit nicht gegeben, muss eine Kenntnisprüfung abgelegt werden.

2018 hat es nach Angaben der Gewerkschaft 6.162 Anträge auf Anerkennung einer im Ausland erworbenen ärztlichen Qualifikation gegeben, in knapp zwei Drittel der Fälle hätten Abschlüsse aus Drittstaaten vorgelegen. In wenigen Fällen ergehe ein negativer Bescheid, weil mit der Dokumentenprüfung eine Anerkennung von vornherein ausgeschlossen sei oder weil die Kenntnisprüfung nicht bestanden werde. Ärzte aus Drittstaaten klagten häufig über die lange Verfahrensdauer.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) forderte, die Dauer der Anerkennungsverfahren zu verkürzen. Zudem sollten die Angebote an fachspezifischen Sprachkursen verbessert werden.

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