Deutscher Bundestag|08.12.2020

PRESSEMITTEILUNG

Spahn informiert Ausschuss über Impfstrategie

Berlin (kkdp)·Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Gesundheitsausschuss des Bundestages über die geplante Corona-Impfstrategie und die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) informiert. Zu Beginn der Impfungen werde es noch nicht genug Impfstoff für alle geben, daher müsse eine Reihenfolge festgelegt werden, sagte Spahn am Dienstag im Ausschuss.

Nach der Zulassung erster Impfstoffe in der EU werde die Bevölkerung nach bestimmten Prioritäten geimpft. So sollen ältere Menschen, Risikogruppen und Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, zuerst geimpft werden. Details werden in einer Rechtsverordnung festgelegt, die noch im Dezember in Kraft treten soll.

Schätzungen zufolge könnten im Januar 2021 zunächst drei bis fünf Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen und im ersten Quartal elf bis 16 Millionen Dosen. Ab dem zweiten oder dritten Quartal sei möglicherweise ausreichend Impfstoff vorhanden, um ohne Prioritäten impfen zu können, sagte Spahn. Geplant sind diverse Impfzentren in den Bundesländern und angeschlossene mobile Impfteams. Die Vorbereitungen liefen mit Hochdruck, sagte der Minister.

Der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens, der zu der Sitzung per Video zugeschaltet war, sagte, die Quantifizierung der Risiken habe ein klares Bild ergeben. Der größte Risikofaktor sei das Alter. Die Datenlage zeige überdies ein erhöhtes Risiko für Menschen mit Trisomie 21.

Wenn es gelinge, die sogenannten vulnerablen Gruppen mit Impfungen zu schützen, seien eine deutliche Entlastung des Gesundheitssystems sowie perspektivisch die Rücknahme von Restriktionen zu erwarten. Mertens sagte, es wäre eine denkbare Strategie der Länder, in Hotspots mit besonders vielen Infektionen zuerst zu impfen.

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