BKK Dachverband e.V.|22.04.2026

STATEMENT

Weiterentwicklung der Notfallversorgung setzt wichtige Impulse

Berlin (kkdp)·Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes, kommentiert den Kabinettsbeschluss zur Weiterentwicklung der Notfallversorgung:

"Die Betriebskrankenkassen begrüßen die vom Kabinett beschlossene Weiterentwicklung der Notfallversorgung. Die Reform setzt einige gute Impulse für eine gezieltere Steuerung der Versorgung, mehr Transparenz und eine bessere digitale Vernetzung.

Wir bewerten insbesondere die Einbindung des Rettungsdienstes in das SGB V sowie die klarere Definition des rettungsdienstlichen Notfalls positiv. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die medizinische Versorgung eindeutig von der Gefahrenabwehr abzugrenzen. Die vorgesehene strukturierte Ersteinschätzung, die digitale Notfalldokumentation und die Übergabe relevanter Informationen mittels elektronischer Patientenakte (ePA) stärken zudem die sektorenübergreifende Zusammenarbeit.

Gleichzeitig sehen wir noch Nachbesserungsbedarf, insbesondere bei der Vereinheitlichung der Verfahren zur Ersteinschätzung. Es braucht eine klare, bundesweit geltende Richtlinie des G-BA für Leitstellen und integrierte Notfallzentren (INZ).

Unzureichend bleibt außerdem die Einbindung von Selbstversorgungsangeboten sowie pflegerischen Notfallstrukturen. Eine zukunftsgerichtete Notfallsteuerung sollte digitale und analoge Selbsthilfeangebote systematisch einbeziehen und den demografischen Wandel realistisch abbilden. Auch bei der Arzneimittelversorgung im Notfall besteht weiterhin Optimierungsbedarf. Mit der derzeit vorgesehenen Regelung wird noch keine durchgehende und nahtlose Versorgung erreicht", sagt Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.

Pressekontakt:

Thorsten Greb
Pressesprecher
+49 30 2700 406 - 302
thorsten.greb@bkk-dv.de


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